Anlaufstelle Suizid
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KLARTEXT!
Anlaufstelle für alle
Fragen rund um den Suizid
 

Dietenrainweg 2
8610 Uster
Tel. 079 450 91 68

info@anlaufstelle-suizid.ch
www.anlaufstelle-suizid.ch

Organisation

KLARTEXT! Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Suizid ist ein Verein, welcher Menschen mit Fragen und Gedanken zu Suizid eine niederschwellige Anlaufstelle bietet und durch Öffentlichkeitsarbeit zu diesem in der Gesellschaft tabuisierten Thema für Verständnis und Akzeptanz wirbt.

Initiantinnen

Petra Keller

Geboren wurde ich am 22.02.1959 in Stuttgart-Bad Cannstatt, wo ich zusammen mit meiner 6 Jahre jüngeren Schwester aufgewachsen bin. Wegen einer beruflichen Veränderung meines Vaters sind wir später an das Tor zum Schwarzwald gezogen. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte ich mich zu einem rebellischen, immer wieder Grenzen sprengenden, fast widerborstigen Teenager. Um meinem Vater etwas zu beweisen, absolvierte ich eine gewerblich-technische Fachschule. Während dieser Zeit allerdings spürte ich sehr deutlich, dass meine wirklichen Stärken im sozialen Bereich liegen. Aus diesem Grund habe ich anschliessend meine Ausbildung zur Pflegefachfrau begonnen. 1986 führte mich mein beruflicher Werdegang in die Schweiz, wo ich mich ständig in meinem Beruf fort- und weitergebildet habe. Im Jahre 1996 wurde ich durch einen schweren Autounfall abrupt aus meinem Arbeitsprozess herausgerissen, was eine tiefe reaktive Depression in mir auslöste und mich dazu gezwungen hat, mein Leben zu überdenken und mich mit professioneller Hilfe und Unterstützung neu auszurichten. Daher sind mir Gedanken zum Suizid nicht fremd. In meiner 25 jährigen Tätigkeit als Pflegefachfrau, wovon ich 12 Jahre auf einer interdisziplinären Notfallstation arbeitete, wurde ich unzählige Male mit dem Sterben und dem Tod konfrontiert. Darunter befanden sich häufig auch Patienten mit Suizidgedanken und gescheiterten Suizidversuchen. Schon zu dieser Zeit musste ich mich immer wieder mit dem Thema Suizid auseinandersetzen. Auch in meinem Freundeskreis und näheren Umfeld erlebte ich Suizidfälle.

Dieses grosse Interesse im Umgang mit Menschen hat mich dann auch dazu bewogen, eine 3 jährige IV-Umschulung als Sozialbegleiterin - die Tätigkeit als Pflegefachfrau war wegen der Unfallfolgen leider nicht mehr möglich - zu absolvieren, welche ich 2008 mit Diplom abgeschlossen habe. Schliesslich hat mich mein Weg durch meinen speziellen Zugang zum Sterben und zum Tod zu einer Sterbehilfeorganisation geführt. Durch meine langjährige Erfahrung als Pflegefachfrau und Sterbebegleiterin (Langzeit-Prozess- und Freitodbegleitung) bin ich mit Todeswünschen von Menschen vertraut.


In meiner Bürotätigkeit bei Dignitas werde ich vorwiegend telefonisch mit dem Thema begleiteter Freitod, Suizid, Suizidgedanken und chronische Suizidalität konfrontiert. Seit 2005 arbeite ich bei Dignitas und konnte in dieser Zeit eine ansteigende Anzahl von Hilfesuchenden feststellen, vorwiegend auch von psychisch Kranken und alten Menschen. Die beratenden Telefongespräche sind immer zeitaufwändig und oft erlebe ich Unverständnis bei den um Hilfe suchenden Menschen, da Dignitas ihnen trotz ihrer auswegslos scheinenden Situation oftmals nicht helfen kann. Aus diesen Erfahrungen entstand immer mehr der Gedanke um den Bedarf einer Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Suizid und im Besonderen die Frage: wie kann der Suizid im Allgemeinen, der begleitete Suizid und vor allem auch der Suizid im Alter der Öffentlichkeit und der Gesellschaft näher gebracht werden?

Meine Kompetenzen in dieser Anlaufstelle sehe ich daher:

    • in meinen sozialbegleiterischen Ansätzen im Umgang mit suizidalen Menschen

    • in der personenzentrierten Gesprächsführung

    • im Erarbeiten von Ansätzen zur Ressourcenerschliessung durch meine Ausbildung in Selbstermächtigung, Empowerment und Stressbewältigung

    • im Unterstützen und Betreuen in kritischen Lebenslagen

    • in der Trauerbegleitung

 Sandra Martino

Am 18.10.1968 in Zürich geboren, Mutter zweier Jugendlicher. Parallel zu meiner kaufmännischen Laufbahn mit Ausflügen ins Marketing war ich immer auch in der Erwachsenenbildung tätig. Dabei hat je länger je mehr der Mensch in seiner Vielschichtigkeit und seinen bewussten und unbewussten Prozessen mein Interesse geweckt, was mich veranlasste, eine Ausbildung als Mentalressourcentrainer und -coach zu absolvieren. Der Geist kann vieles, aber nicht alles. So folgte die Ausbildung zur Shiatsu-Therapeutin, was nicht nur vertieftes Wissen über Anatomie, Physiologie und Pathologie sowie Grundkenntnisse der traditionellen chinesichen Medizin mit sich brachte, sondern mein Verständnis von Gesundheit und Krankheit grundlegend veränderte. Lebensqualität ist für mich zum Schlüsselwort geworden.

So arbeitete ich zwei Jahre in der Beratung bei Dignitas und lernte viele verschiedene Menschen und ihre Schicksale kennen, die das Leben als nicht mehr lebenswert empfanden. Dabei kam es überhaupt nicht darauf an, ob ich persönlich diese Motive verstand oder sie gar als gerechtfertigt ansah. Alles, was zählte, war der Leidensdruck dieser Menschen - und die Erleichterung, mit jemandem über ihren Todeswunsch sprechen zu können, ohne Angst, ohne Vorurteile und ohne gleich tausende von Ratschlägen zu erhalten. Aus dieser Beobachtung heraus ist der Wunsch entstanden, den Menschen eine Plattform zu bieten, wo sie in ihrer Situation ernst genommen werden und klare, neutrale Informationen erhalten, welche als Entscheidungsgrundlage für den weiteren Verlauf ihres Lebens dienen können.

Selbstverständlich habe ich mit meinen Kindern meine Tätigkeit für Dignitas und auch für die neue Anlaufstelle für Suizid besprochen. Sie können meine Motive nachvollziehen und akzeptieren meine Arbeit nicht nur, sondern geben mir gelegentlich moralische Unterstützung.

Meine Kompetenzen in der Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Suizid sehe ich vor allem:

 

  • im Führen der Administration inklusive Buchhaltung

  • im Organisieren von Events

  • in der Unterstützung von Prozessen durch Shiatsu und Mentaltraining

  • bei Bedarf im Führen von lösungsorientierten Beratungsgesprächen und Coachings

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Statuten

Art. 1: Name und Sitz

Unter dem Namen "KLARTEXT! Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Suizid" besteht mit Sitz in 8620 Wetzikon ein Verein im Sinne von Art. 60 ff ZGB.

Art. 2: Zweck

Der Verein bietet im Rahmen seiner Möglichkeiten Menschen mit Fragen und Gedanken zu Suizid eine niederschwellige, neutrale, nicht psychiatrische, religiös und politisch unabhängige Anlaufstelle, wo sie über ihre Gedanken, Wünsche und Befürchtungen offen sprechen können, ohne Angst vor einer psychiatrischen Zwangseinweisung haben zu müssen. Im weiteren steht der Verein für die Enttabuisierung von Suizid und Suizidgedanken ein und fördert im Rahmen seiner Möglichkeiten Verständnis und Akzeptanz in der Gesellschaft.

Art. 3: Mitgliedschaft

Der Antrag als Mitglied des Vereins aufgenommen zu werden, ist an den Vorstand zu richten, welcher ihn der Generalversammlung vorlegt. Die Generalversammlung entscheidet über den Antrag und kann eine Aufnahme ohne Angabe von Gründen ablehnen. Der Beschluss der Generalversammlung ist endgültig.

Art. 4: Rechte und Pflichten der Mitglieder

Den Mitgliedern kommen alle Mitgliedschaftsrechte im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen zu. Sie sind verpflichtet, die Generalversammlung zu besuchen sowie den von der Generalversammlung festgelegten Mitgliederbeitrag zu entrichten. Sie haben Anspruch auf Zusendung der Veröffentlichungen des Vereins. Eine persönliche Haftung der Mitglieder für Verbindlichkeiten des Vereins ist ausgeschlossen.

Art. 5: Gönnerschaft

Die Gönnerschaft wird durch Bezalung des Mindestbeitrags für Gönner erworben. Der Gönner entscheidet jährlich neu über die Fortführung seiner Gönnerschaft indem er den von der Generalversammlung festgelegten Mindestbeitrag für Gönner bezahlt.

Art. 6: Rechte und Pflichten der Gönner

Die Gönner sind nicht zum Besuch der Generalversammlung verpflichtet und besitzen auch kein Stimmrecht. Sie haben Anspruch auf Zusendung der Veröffentlichungen des Vereins. Eine persönliche Haftung der Gönner für Verbindlichkeiten des Vereins ist ausgeschlossen.

Art. 7: Organe

Oberstes Organ ist die Generalversammlung der Mitglieder. Leitendes Organ ist der Vorstand. Die Vorstandsmitglieder müssen nicht zwingend Mitglieder des Vereins sein. Die Vorstandstätigkeit ist ehrenamtlich. Kontrollierendes Organ ist eine von der Generalversammlung zu bestimmende Kontrollstelle. Dies kann sowohl eine juristische wie eine natürliche Person sein, unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft.

Art. 8: Generalversammlung

Die Generalversammlung der Mitglieder tritt jährlich mindestens einmal zusammen. Sie wählt den Vorstand und die Kontrollstelle, beschliesst über Budget, Geschäftsführung und Rechnung und setzt die Mindestbeiträge für Mitglieder und Gönner fest.

Art. 9: Mittel

Zur Verfolgung des Vereinszweckes verfügt der Verein über die Beiträge der Mitglieder und Gönner. Überdies kann der Verein Zuwendungen aller Art entgegennehmen. Sämtliches Einkommen und Vermögen des Vereins ist ausschliesslich für den Vereinszweck zu verwenden. Grundsätzlich bestimmen die Mitglieder und Gönner die Höhe ihrer jährlichen Beiträge selbst, wobei der von der Generalversammlung bestimmte Mindestbeitrag nicht unterschritten werden soll.

Art. 10: Zweckbindung der Mittel bei Auflösung

Im Falle einer Auflösung des Vereins sind die verbleibenden Mittel einer Institution mit gleichen oder ähnlichen Zielen zu übertragen. Ein Rückfall von Vereinsmitteln an die Mitglieder oder Gönner ist ausgeschlossen.

 

Die Statuten treten am Tage ihrer Annahme durch die Gründerversammlung resp. Mitgliederversammlung in Kraft. Das heisst, erstmals am 13.11.2009.

 

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