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KLARTEXT!
Anlaufstelle für alle
Fragen rund um den Suizid
 

Dietenrainweg 2
8610 Uster
Tel. 079 450 91 68

info@anlaufstelle-suizid.ch
www.anlaufstelle-suizid.ch

Literatur

Suizide verhindern


Dübendorf Zwei Fragen standen am Mittwochabend im Kino Orion in Dübendorf im Zentrum.

Erstens: Wie ergeht es den Angehörigen nach einem Suizid?

Zweitens: Können Suizide verhindert werden?

Die erste Frage wurde mit dem Dokumentarfilm «Dein Schmerz ist auch mein Schmerz» von Marianne Pletscher auf eindrückliche Art feinfühlig beantwortet.

Klare Antworten auf die zweite Frage wurden keine gefunden. Einig war man sich aber darüber, dass es schon eine grosse Hilfe wäre, wenn man über das Thema Suizid in der Schweizer Gesellschaft wertfrei reden könnte, was das Anliegen von KLARTEXT ist.

© Anzeiger von Uster; 12.09.2014

Suizid ist ein Tabuthema.

Dass dem so ist, veranschaulicht Marianne Pletscher eindrücklich in ihrem Dokumentarfilm. Diskutiert über das Thema wurde im Kino Orion.

Die Dokumentarfilmerin Marianne Pletscher weiss nur zu gut, worum es in ihrem Film «Dein Schmerz ist auch mein Schmerz» geht. Es geht um die Zurückgebliebenen, die Angehörigen, diejenigen, aus deren Mitte sich einer oder eine verabschiedet. Meist überraschend, oft ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Pletscher hat so ihren Gatten verloren. Er hat sich erschossen. Er war depressiv. Der Tod kam trotzdem überraschend. Für Pletscher brach eine Welt zusammen. Scham und Schuld¬gefühle beeinträchtigten ihr tägliches Leben.

Ohnmacht und Wut
Sie beschloss, einen Film über Menschen zu drehen, die einen Angehörigen durch Suizid verloren haben. Es war für sie eine Art Therapie, eine Hilfe bei der Verarbeitung des eigenen Schmerzes. Porträtiert hat sie vier Frauen, die ihren Mann verloren haben, und einen Mann, dessen 19-jähriger Sohn sich umbrachte. Entstanden ist ein feinfühliger Film. Er besticht durch grosse Nähe zu den Porträtierten, aber auch durch viel Respekt vor ihnen. Er zeigt eindrücklich, dass jede und jeder einen anderen Weg wählt, um den Schmerz und die Ohnmacht, die Wut und die Trauer zu überwinden. Es ist ein Prozess, der Jahre dauert. Ein Patentrezept dafür gibt es nicht. Oft werden die Angehörigen jedoch alleingelassen. Man meidet ihre Gesellschaft. Meist aus einer Hilflosigkeit heraus.

Weltweiter Präventionstag
Organisiert wurde der Anlass vom Verein Klartext (siehe Kasten). Er fand am Mittwoch, 10. September, statt, weil dies der Welt-Suizid-Präventionstag ist. Sandra Martino vom Verein Klartext präsentierte einleitend ein paar Zahlen. Allein in der Schweiz wurden im Jahr 2012 insgesamt 1035 Suizide verübt. Weltweit sind es rund 800 000. Die Zahl der Versuche dürfte um das 20-Fache höher liegen. Bei den 15- bis 20-Jährigen sind Suizide die zweithäufigste Todesursache.
 Jeder Suizid ist eine Tragödie. Das wurde nicht nur im Film verdeutlicht, sondern auch im anschliessenden Podium, an dem sich neben Pletscher der Ustermer Arzt und Psychotherapeut Stefan Freidel und Klartext-Gründungsmitglied Petra Keller beteiligten. Die Fragen stellte Sandra Martino.

Schwieriges Unterfangen
Es war ja Präventionstag. Doch wie soll man Suizide verhindern? Eigentliche Lösungen dafür konnte niemand präsentieren. Doch es zeichnete sich im Lauf der Diskussion trotzdem ein Hoffnungsschimmer ab. Freidel: «Das Thema muss in die Öffentlichkeit getragen werden. Wir müssen wertfrei darüber ¬reden können.» Pletscher: «Ein akut Gefährdeter wird in der ¬Regel nicht auf seine seelische Not hinweisen. Er schweigt.»
Mögliche Anzeichen für einen Suizid gebe es oft in irgendeiner Form. Sie zu deuten, sei jedoch schwierig, sie zu verdrängen viel einfacher. «Im Nachhinein ist man immer klüger», sagte Pletscher aus eigener Erfahrung. Aus eigener Erfahrung konnte auch Keller berichten, wie schwer es ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen. «Ein Unfall hat mein Leben ins Schleudern gebracht. Ich konnte nicht darüber reden, bis ich erkannte: Entweder ich töte mich, oder ich nehme Hilfe in Anspruch.» Sie entschied sich für Hilfe. Freidel versuchte zu erklären, wieso es schwerfällt, Hilfe zu suchen. «Viele Menschen haben ein veraltetes Bild von psychiatrischen Kliniken. Ein Klinikaufenthalt ist immer noch stigmatisierend, obwohl einem dort geholfen wird.» Einig war man sich, dass Gespräche für alle Beteiligten die beste Hilfe darstellen.

Klartext
Für Fragen rund um den Suizid
Klartext ist ein Verein mit Sitz in Uster am Dietenrainweg 2 und ist eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Suizid. Der Verein wurde 2009 gegründet; es ist eine Non-Profit-Organisation. Gemäss Leitbild «wollen wir ein Kompetenzzentrum in Sachen Suizidberatung sein. Eine niederschwellige Anlaufstelle für alle Menschen, die Fragen zu diesem Thema haben und das Gespräch suchen.»
Erreichbar ist Klartext per Telefon unter 079 450 91 68, per E-Mail info@anlaufstelle-suizid.ch.

gau
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.anlaufstelle-suizid.ch

© Zürcher Oberländer; 12.09.2014
 Bezirk Uster

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Erwachsenenschutz ist neu geregelt
Anfang 2013 hat das Erwachsenenschutzgesetz das Vormundschaftsrecht schweizweit abgelöst.
Der Ratgeber «Erwachsenenschutz» vermittelt, was das neue Gesetz in der Praxis bedeutet.
Erwachsenenschutz. Walter Noser, Daniel Rosch. Beobachter Edition. ISBN 978-3-85569-658-1. 38 Franken

Welt-Suizid-Präventionstag vom 10. September 2013

Klartext zeigte den Film "Dein Schmerz ist auch mein Schmerz - Wenn Angehörige sich das Leben nehmen" mit anschliessender Podiumsdiskussion mit der Filmerin Marianne Pletscher, Prof Dr. Hoff, Chefarzt der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und Frau Petra Keller, selber von Suizidgedanken betroffen. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.Hier ine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.

Schreiben, was war?

Der Werther-Effekt im Zeitalter der sozialen Netzwerke. E-Paper der NZZ vom 3.9.13

Leider bedarf es prominenter Beispiele, um sich an das Tabu-Thema Suizid zu wagen

Die Zürichsee-Zeitung interviewt unsere Initiantin Petra Keller.

Zwang in der Psychiatrie soll Ausnahme sein

Chefarzt der Psychischen Uniklinik Zürich Prof. Dr. Dr. Paul Hoff sagt in der NZZ, dass auch Psychischkranke Recht auf Autonomie haben.

Papas Ende

Wenn es etwas gibt, das ich mit meinem Artikel erreichen will, dann, dass suizidale Menschen jemanden finden, mit dem sie reden können. Dafür gibt es Profis.

Ruf uns an 079 450 91 68. Wir haben ein offenes Ohr für Sie.

Die letzte aller Türen - Freitod im Alter am Ende des Lebens
Petra Keller, eidg. dipl. Sozialbegleiterin FA

Der Preis der Verzweiflung
Peter Holenstein, Journalist und Buchautor

Suizid - Wikipedia

Suizid und Suizidprävention in der Schweiz
Salome von Greyerz, Elvira Keller-Guglielmetti, Bundesamt für Gesundheit

Monitoring des suizidalen Verhaltens in der Agglomeration Bern
Thomas Reisch, Timur Steffen, Anja Maillart, Konrad Michel, Bundesamt für Gesundheit

Untersuchung zu einer künftigen schweizerischen Institution im Bereich der Suizidprävention
Beat Stoll und Barbara Weil, Ipsilon - Initiative zur Prävention von Suizid in der Schweiz

Merkblatt zum Umgang mit Suizidalität

Merkblatt zu Altersdepressionen und Suizidalität im Alter

Alkohol und Medikamente beim Älterwerden

 

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